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Berlin, 05. Juli 2011 - Die heute veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) belegt, dass Schulen in freier Trägerschaft durch die öffentliche Hand systematisch unterfinanziert werden. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert daher eine Anhebung der Finanzhilfe für freie Schulen. Die aktuelle IW-Studie zeigt, dass die Kostensätze pro Schüler an freien Schulen im Durchschnitt um 1.724 Euro niedriger sind als an staatlichen Schulen. Das entspricht einem durchschnittlichen Deckungsgrad von nur 72 Prozent. In acht Bundesländern beträgt die Finanzlücke sogar zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Die ermittelte Finanzhilfe für Schulen in freier Trägerschaft benachteiligt nach Ansicht des IW die freien Schulen systematisch. Immer noch würden die Bundesländer die positiven Effekte einer realitätsgerechten Förderung von freien Schulträgern wie Qualitätssteigerung und die Wettbewerbseffekte zur Verbesserung des Schulsystems völlig ungenutzt lassen, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Die Politik benachteiligt Schulen in freier Trägerschaft, obwohl sie trotz Unterfinanzierung eine effiziente Alternative zu staatlichen Schulen darstellen und großen Zuspruch vonseiten der Eltern und Schüler erfahren. Mit dem Ergebnis der Studie, dass freie Schulen in den meisten Bundesländern immer noch nicht ausreichend finanziell ausgestattet sind, bestätigt das IW die Forderung des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) nach einer angemessenen Finanzhilfe: "Wir fordern schon lange höhere staatliche Zuschüsse für Privatschulen", erklärt VDP-Präsident Michael Büchler. Die Zuschüsse seien die Voraussetzung dafür, dass Schulgelder sozial verträglich bleiben. "Fällt die Finanzhilfe zu gering aus, widerspricht dies unserem Anspruch, gute Bildung auch allgemein zugänglich zu machen", so Büchler. Schüler und Eltern müssten sich unabhängig vom jeweiligen finanziellen Hintergrund für das pädagogische Konzept entscheiden können, das ihnen am meisten zusagt.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Verantwortlich für den Inhalt: Melanie Lorenz / Florian Becker
Die Präha Gruppe ist Mitglied im VDP Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. und im Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP).
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