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Rhein-Erft-Kreis (hs). Der Weg für eine Fachhochschule für Naturheilkunde und Gesundheit im Gleisdreieck am Horremer Bahnhof scheint frei. Die Stadt Kerpen und das Präha-Zentrum stehen in Verhandlungen. Und auch für eine geplante private Grund- und Realschule, ebenfalls von der Präha Gruppe, scheint ebenfalls realisierbar, wenn auch auf einem Ersatzgrundstück. "Ursprünglich wollten wir Fachhochschule und allgemeinbildende Schulen nebeneinander auf dem Gleisdreieck errichten", erklärt Petra Witt, Geschäftsführerin der Präha Gruppe, die in Horrem bereits seit 27 Jahren das Präha Bildungszentrum Horrem an der Rathausstraße betreibt. Sie habe auch schon mit der Stadt, genauer: mit Bürgermeisterin und Planungsamt, in Verhandlungen gestanden. Doch jetzt wurde ein Teil des Grundstücks anderweitig veräußert. Einen Teil des Grundstückes im Gleisdreieck hat die Stadt Kerpen jetzt an einen Investor verkauft, der dort ein Hotel mit 180 Betten errichten will. "Zuerst war ich natürlich geschockt", so Petra Witt. Doch dann erkannte sie, dass ein Hotel in unmittelbarer Nähe zur Fachhochschule durchaus vorteilhaft ist. "Bei einem berufsbegleitenden Studium können Teilnehmer von Wochenend-Seminaren in direkter Nachbarschaft übernachten. Es gibt also Synergieeffekte. Außerdem ist ein Hotel in zentraler Ortslage auch für Horrem wichtig." In einem Gespräch mit Bürgermeisterin Marlies Sieburg letzte Woche wurde der Waldweg in Horrem als Ersatzgrundstück für die private Grund- und Realschule vorgeschlagen. "Unser Architekt wird in der kommenden Woche mit Mitarbeitern der Verwaltung das Grundstück begutachten und dann hoffentlich bis zur kommenden Ratssitzung Mitte März einen ersten Entwurf vorlegen", sagt Petra Witt. "Das verbliebene Teilgrundstück im Gleisdreieck kann zum festgesetzten Preis für die Fachhochschule gekauft werden. Bei dem Grundstück am Waldweg ist der Preis noch verhandelbar", so Marlies Sieburg gegenüber der "Werbepost". Die Fachhochschule soll schon bereits im kommenden Jahr an den Start gehen. In der Anfangsphase können Räume im Präha Bildungszentrum mit genutzt werden. Gleichzeitig sollen in einer ersten Bauphase die Arbeiten am Fachhochschulgebäude beginnen. Die Fachhochschule soll in Zukunft in Kooperation mit anderen Hochschulen die Fachrichtungen Naturheilkunde, Physiotherapie, Logopädie und Osteopathie anbieten mit dem Abschluss Bachelor. "Bisher gibt es in diesem Bereich keinen akademischen Abschluss", so Witt. Die Fachhochschule solle allerdings die bisherige Ausbildung nicht ersetzen, sondern ergänzen. Den Schwerpunkt Gesundheit sollen auch Grund- und Realschule haben. Hier könnten die Schüler optimal vorbereitet werden. Finanziert werden soll das Konzept durch eine gemeinnützige Trägergesellschaft sowie durch Schul- und Studiengebühren. Petra Witt ist zuversichtlich, dass die benötigten 1,2 Millionen Euro für die erste Bauphase und das Geld für das Grundstück bis 2012 zur Verfügung stehen.
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