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Von Wilfried Meisen Kerpen-Horrem. Trotz der Pläne für ein Hotel im Gleisdreieck könnte es dort in absehbarer Zeit auch eine Fachhochschule für Naturheilkunde und Gesundheit geben. Dies meinte Petra Witt, Geschäftsführerin des Präha-Bildungsinstitutes, die diesbezüglich nun auch Gespräche mit der Stadt geführt hat. Witt reagiert damit auf die Diskussion um den Hotelbau, der im Hauptausschuss schon Zustimmung gefunden hat. Dort war beschlossen worden, einem Investor dafür ein städtisches Grundstück am Bahnhof zu verkaufen.
Aussichtsreiche Gespräche Erst hinterher erfuhr CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Ripp davon, dass das Präha-Bildungsinstitut auf dem gleichen Areal schon seine Fachhochschule plant und diesbezüglich ebenfalls mit der Stadt gesprochen hat. Ripp war empört und will die Sache im Rat neu diskutieren lassen. Das sollen auch andere Fraktionen fordern. Indessen haben sich aber die Stadtverwaltung und Witt schon zusammengesetzt, um zu überlegen, ob nicht beide Projekte - also das Hotel und die Fachhochschule - im Gleisdreieck verwirklicht werden können. Die Vorgeschichte wollte Witt nicht zu negativ bewertet sehen. Es habe "Kommunikationsprobleme" mit der Stadt gegeben, so dass das ihr eigentlich schon "mündlich" zugesicherte Grundstück nun an den Investor für das Hotel fallen werde. Sie könne sich aber gut vorstellen, dass das Hotel und die Fachhochschule in guter Nachbarschaft miteinander leben könnten und sich gegenseitig ergänzen würden. Über die Gründung der Fachhochschule führe sie aussichtsreiche Gespräche mit dem Bildungsministerium und mit dem Europäischen Naturheilkundeverband. Ziel sei es, an der Fachhochschule beispielsweise den Studiengang Kosmetologie oder eine akademische Ausbildung für Heilpraktiker anzubieten. Als Abschluss gäbe es den Bachelor, später könnte der Master oder der Doktor hinzukommen. Die Fachhochschule wäre eine private Institution, die sich über Studiengebühren finanzieren würde. Dazu gäbe es Stiftungsgelder, die man von Firmen aus dem Bereich der Naturheilkunde erwarte. Schon jetzt arbeite das Präha-Bildungsinstitut, das in Horrem seit 27 Jahren beispielsweise Gymnastiklehrer, Kosmetikerinnen oder medizinische Bademeister ausbildet, mit Fachhochschulen in Polen und den Niederlanden zusammen. "Darauf wollen wir aufbauen", sagt Witt. Sie rechnet damit, dass die erste Bauphase für die Fachhochschule im Gleisdreieck rund 1,4 Millionen Euro zuzüglich des Grundstückspreises kosten wird. Sie sei "optimistisch", das Geld mit Hilfe von Banken und Investoren zusammenzubekommen.
Standortalternative Düsseldorf Neben der Fachhochschule plant das Präha-Bildungsinstitut auch den Bau und Betrieb einer privaten allgemeinbildenden Schule für die Klassen 1 bis 10 mit Ausrichtung auf Gesundheitsthemen. Für die wäre im Gleisdreieck aufgrund der Hotelpläne kein Platz mehr, sagte Witt. Nun habe ihr die Stadt für diese private Schule das freie Areal am Waldweg angeboten. Ob die Schulpläne hier verwirklicht werden können, werde ein Architekt prüfen. Falls das nicht gehe, würden Fachhochschule und allgemeinbildende Schule am zweiten Präha-Standort in Düsseldorf errichtet.
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