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Berlin/Schwerin, 18. November 2010 - Auf der heutigen Jahrespressekonferenz im Rahmen des Bundeskongresses 2010 des Verbands Deutsche Privatschulverbände e.V. (VDP) forderte der Verband die Regierungen der Länder auf, faire Rahmenbedingungen für das freie Schulwesen zu schaffen und somit den Zuspruch von Schülern und Eltern für freie Bildungseinrichtungen zu respektieren. "In den letzten Monaten haben wir leider feststellen müssen, dass einige Bundesländer anscheinend nicht akzeptieren wollen, dass viele Eltern ihre Kinder lieber auf eine freie, als auf eine staatliche Schule schicken", erklärt Michael Büchler, Präsident des VDP. Allein in den letzten drei Schuljahren hat die Zahl der Schüler an freien Schulen laut Statistischen Bundesamt bundesweit um 6 Prozent zugenommen - und das trotz demographisch bedingten Rückgang der Gesamtschülerzahlen. "Der darin zum Ausdruck kommende Schüler- und Elternwille wird durch Finanzkürzungen und verschärften Regelungen für Schulgründer untergraben", so Büchler weiter. Es sei nicht hinzunehmen, dass einige Landesregierungen versuchten, einen qualitätsfördernden Wettbewerb um gute Bildungsangebote einzuschränken. Nach Ansicht des VDP ist zu befürchten, dass die Landesregierungen die Gangart gegen freie Schulen noch verschärfen wollen. Mehrere Bundesländer arbeiten derzeit an einem gemeinsamen Vorgehen gegenüber freien Schulen. Hier steht unter anderem die Überlegung im Raum, Organisationsparameter staatlicher Schulen auf Schulen in freier Trägerschaft zu übertragen. "Derartige Vorgaben würden die grundgesetzlich garantierte pädagogische Freiheit von freien Schulen massiv einschränken", so Büchler weiter. Schulen in freier Trägerschaft haben mit innovativen Ideen und neuen Konzepten das gesamte Bildungssystem entscheidend mit weiterentwickelt. Um auch in Zukunft diese Aufgabe erfüllen zu können, müssen dringend vergleichbare finanzielle Rahmenbedingungen geschaffen und Neugründungen von freien Schulen gefördert werden.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.
Die Präha Gruppe ist Mitglied im VDP Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. und im Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP).
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