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Bildungslandschaft Rhein-Erft-Kreis
Anton-Josef Cremer
Gesellschaftlicher Wandel, extreme Arbeitsteilung und der Einsatz moderner Technologien haben zu tief greifenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt geführt. Auf dem Weg von der Industrie- zur Wissensgesellschaft spielt Bildung eine besondere Rolle. Um die zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen bewältigen zu können, ist es daher auch von zentraler regionaler Bedeutung, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihre Talente entdecken und entwickeln können. Die Gestaltung erfolgreicher Bildungsbiographien - allein schon vor dem Hintergrund "Chancengleichheit für alle" - ist hier besonders hervorzuheben. Dabei benötigen die jungen Leute umfangreiche Unterstützung, die an ihren individuellen Bedürfnissen anknüpft. Eine zentrale Aufgabe der Kommunen besteht deshalb künftig darin, das Handlungsfeld Bildung (mit) zu gestalten, um die Ausbildungs-, Studien- und Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen zu fördern. Im Rhein-Erft-Kreis stehen den Schülerinnen und Schülern insgesamt 79 Grundschulen zur Verfügung. Diese werden ebenso wie die 14 Hauptschulen, 13 Realschulen, 13 Gymnasien und 3 Gesamtschulen von den kreisangehörigen Kommunen für die weiterführende schulische Bildung bereitgestellt. 16 Förderschulen werden vom Kreis und den Kommunen als Schulträger unterhalten. Seitens des Kreises bieten fünf Berufskollegs ein außerordentlich breit gefächertes und qualitativ hochwertiges Weiterbildungsangebot an. Hierzu wird ebenso wie auf alle weiteren schulischen und wissenschaftlichen Einrichtungen im Rhein-Erft-Kreis auf das eingerichtete Bildungsnetzwerk hingewiesen, das unter www.rhein-erft-kreis.de Bildungsnetz zu den Einzelheiten Auskunft gibt. Im Nachfolgenden werden besondere bzw. besonders ausgeprägte Maßnahmen und Aktivitäten des Rhein-Erft-Kreises im Bildungsbereich beschrieben.
Präha Schulgruppe Kerpen Präha steht für Prävention und Rehabilitation und ist ein Verbund privater Schulen und Bildungseinrichtungen in gemeinnütziger Trägerschaft. Schwerpunkte der Bildungsarbeit sind die Bereiche Prävention und Rehabilitation, Therapie, Sport/Fitness, Tanz, Wellness und Beauty/Kosmetik. Standorte der Präha befinden sich in Kerpen, Düsseldorf, Bergisch Gladbach, Remscheid und Kielce (Polen). Durch die vielfältigen Erfahrungen aus der Bildungstätigkeit, innovativer Lehr- und Lernmethoden und langjährigen Kooperationen mit Partnern im In- und Ausland sind die Ausbildungen besonders praxisnah. Menschen brauchen Abwechslung im Beruf, Erfolg und persönliche Weiterentwicklungschancen - ein Leben lang. Ein Beruf in dem Zukunftsmarkt Gesundheitswirtschaft bietet diese Perspektive. Kaum ein Wirtschaftszweig hat sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt wie der "Gesundheits- und Wellness"-Markt. Bis zum Jahr 2020 sind nach Schätzungen des Institutes für Arbeit und Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen bis zu 800 000 neue Jobs zusätzlich in dieser Branche möglich. Präha bietet vielfältige Aus- und Weiterbildungen, um in diesem Markt zu arbeiten und die persönliche berufliche Zukunft positiv ausrichten zu können. Die Karriereberater/-innen der Präha zeigen Interessierten ihre Potenziale auf und beraten sie gerne, um mit ihnen das für sie geeignete Bildungsziel zu erreichen. Präha zeigt außerdem finanzielle Fördermöglichkeiten auf und stellt Kontakte zu Arbeitgebern her.
Auf einen Blick Gründungsjahr: 1992
Leistungsspektrum Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Bereichen Therapie, Rehabilitation, Prävention, Wellness, Fitness, Kosmetik
Mehrfachqualifikationen
Potentialcheck im Rhein-Erft-Kreis: Potenziale entdecken - Zukunft gestalten Bei dem Potentialcheck handelt es sich um eine Gemeinschaftsinitiative des Rhein-Erft-Kreises mit der Agentur für Arbeit sowie der Schulaufsicht zur Unterstützung der Jugendlichen auf ihrem Weg zu einer sicheren Berufswahl. Der Potentialcheck ist ein stärkenorientiertes Instrument, mittels dessen die Schülerinnen und Schüler ihre Stärken, Fähigkeiten und Talente entdecken können. In allen 8. bzw. 9. Klassen der allgemeinen weiterführenden Schulen im Kreisgebiet wurde der Potentialcheck als integratives Instrument der Berufswahlorientierung implementiert.
Potentialcheck
In individuellen Auswertungsgesprächen mit Eltern und Lehrkräften werden die Ergebnisse mit den jugendlichen reflektiert. So bekommen sie ein Feedback darüber, wo sie ihre Stärken haben und woran sie noch arbeiten müssen, um ihren Berufswunsch auch realisieren zu können. Der Potentialcheck stellt somit den Einstieg in eine systematische Berufswahlorientierung dar. Auch liefern die Ergebnisse eine wichtige Grundlage für den sich in der 9. Jahrgangsstufe anschließenden Prozess der Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit.
Der Potentialcheck - ein grundlegender Baustein im Prozess der Berufswahl-Orientierung Nicht nur der Diagnostik von Potenzialen, sondern auch dem Umgang mit den Ergebnissen des Potentialchecks kommt eine besondere Bedeutung zu. Neben schulischen Fördermaßnahmen zur Kompetenzentwicklung werden die Ergebnisse auch mit außerschulischen Partnern so aufgearbeitet, dass sie in zielgerichtete Praktika münden. Die Identifizierung geeigneter Jugendlicher für bestimmte Berufsfelder können dann auch Unternehmen positiv für sich nutzen. Über ihre speziellen Angebote für motivierte und geeignete Schülerinnen und Schüler lernen sie die Jugendlichen frühzeitig kennen und können sie so an ihr Unternehmen binden. Insbesondere Jugendliche, die die Hauptschule besuchen, haben so die Möglichkeit, positiv auf sich aufmerksam zu machen und erhöhen hiermit ihre Ausbildungs- und Berufsperspektiven.
Regionale Schulberatung/Schulpsychologischer Dienst des Rhein-Erft-Kreises Mit der Regionalen Schulberatung verfügt der Rhein-Erft-Kreis über ein flächendeckendes, bürgernahes schulpsychologisches Beratungsangebot. Dies dient zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, ihrer Erziehungsberechtigten, der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schulen bei Fragen zur Lern- und Leistungsförderung, zur sozialen Integration und zur Weiterentwicklung des Schulstandortes. In gemeinsamer Verantwortung des Kreises und des Landes Nordrhein-Westfalen wird die Beratungsarbeit von vier kommunalen und vier landesbediensteten schulpsychologischen Fachkräften von den zwei Beratungsstellenstandorten in Bergheim und Brühl aus geleistet. Neben der Einzelhilfe für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen bei schulischen Lern-, Leistungs- und Verhaltensproblemen bildet die Unterstützung von Schulen im Bereich der Fortbildung, der Schulentwicklung, der Supervision von schulischen Fach- und Führungskräften und der Prävention schulischer Konflikt- und Krisensituationen einen sich ausweitenden Tätigkeitsschwerpunkt. Die enge Vernetzung der Regionalen Schulberatung mit allen für die Schule relevanten Institutionen soll dazu dienen, den Schülerinnen und Schülern im Rhein-Erft-Kreis gute Schul- und Bildungsvoraussetzungen für eine erfolgreiche Lebensgestaltung zu vermitteln.
Das Hoch-Begabten-Zentrum Das Hoch-Begabten-Zentrum für das Rheinland mit seinem Sitz in Brühl trägt seit seiner Gründung im Jahr 2000 durch seine psychologisch-pädagogische Kompetenz dazu bei, hochbegabte Menschen frühzeitig zu erkennen und begabungsgerecht zu fördern. Die Aufgaben des Hoch-Begabten-Zentrums umfassen:
Das Hoch-Begabten-Zentrum für das Rheinland hat sich in Nordrhein-Westfalen und auch bundesweit zu einer in dieser Form einmaligen Einrichtung entwickelt. Im Ausbau des Rhein-Erft-Kreises zur Bildungsregion ist die Hochbegabtenförderung ein besonderer Schwerpunkt. Dies wird dadurch unterstrichen, dass der Kreistag des Rhein-Erft-Kreises in seiner Sitzung am 11. September 2008 einstimmig beschlossen hat, zum 1. Januar 2009 das "Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland (HBZ)" in Form einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) zu gründen. Ziel des HBZ ist die Förderung von Bildung und Erziehung im Bereich der Begabung und Hochbegabung.
Kompetenzteam Rhein-Erft-Kreis: die neue Lehrerfortbildung Am 1. August 2007 hat das Kompetenzteam des Rhein-Erft-Kreises seine Arbeit aufgenommen. Seit die Qualitätsentwicklung der Schulen im Mittelpunkt des neuen Schulgesetzes steht, wird die Lehrerfortbildung stärker schul- und ortsnah organisiert. Deshalb hat das Schulministerium die neuen "Kompetenzteams NRW" eingerichtet. In ihnen finden Schulen aller Schulformen in den 54 Kreisen und kreisfreien Städten kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner für ihre Fortbildung.
Medienzentrum im Rhein-Erft-Kreis Das Medienzentrum des Rhein-Erft-Kreises berät und unterstützt Schulen und Schulträger bei der Entwicklung von Medienkonzepten und Medienentwicklungsplänen sowie bei Ausstattungsfragen bezüglich Hard- und Software. Es arbeitet eng mit der Geschäftsstelle des Kompetenzteams des Rhein-Erft-Kreises zusammen. Damit stehen über das Medienzentrum Beratungs- und Fortbildungskompetenzen für alle Schulformen und Schulfächer zur Verfügung.
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