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KERPEN. Was sie einmal werden soll, das steht schon fest. Wie sie heißen wird, hingegen nicht. Wenn am 3. Februar 2009 die "Seniorenakademie Rheinland" mit einer Internetseite online geht und ihr Büro im Ausbildungszentrum der Bauindustrie eröffnet, dann soll das Profil scharf umrissen und der Name festgelegt sein. Hinter dem Arbeitstitel verbirgt sich ein im Rahmen der Regionale 2010 entwickeltes Netzwerk, das Menschen jenseits des 50. Lebensjahres Weiterbildungsmöglichkeiten vermitteln soll. Angesichts der demographischen Entwicklung sahen Landrat Werner Stump und seine Partner die Notwendigkeit, Fähigkeiten alter Menschen künftig stärker nutzbar zu machen. Dieses bisher kaum ausgeschöpfte "Kapital in den Köpfen" sei ein erhebliches Potenzial in einer Gesellschaft, wo bereits ein Drittel der Bevölkerung älter als 60 Jahre ist. Doch die Altersangabe sei keineswegs ein Indiz für das Leistungsvermögen, welches noch viele Jahre vorhanden sei - wenn man es denn nur rechtzeitig fördert und zu schätzen weiß. Die Idee vom lebenslangen Lernen ist in Deutschland schon seit langem an den Hochschulen verwurzelt. Und so verwundert es nicht, dass etwa die Sporthochschule Köln und die Europäische Fachhochschule in Brühl zu den Gründungsmitgliedern der "Seniorenakademie" gehören. Klaus Götze von der EFH erhofft sich über das Netzwerk, mehr Gasthörer für verschiedene Studiengänge anwerben zu können. Auch im hohen Alter sei es nicht zu spät, mit einem Hochschulabschluss oder einem Zertifikat der "Seniorenakademie" seine Qualifizierung nachzuweisen. Als "Adelstitel einer alten Generation" könne eine solche Leistung verstanden werden, befindet Götze. Hinter dem Bild des "zertifizierten Altersmanagers" verbirgt sich konkret gesprochen ein umfassend ausgebildeter Mensch, der seinem Betrieb auch im Rentenalter noch zur Verfügung steht oder die Familie an seinem Erfahrungsschatz und seinen Fähigkeiten teilhaben lässt. Beim Ansprechen der Zielgruppe will die Akademie bewusst zweigleisig verfahren: Zum einen erhalten Interessenten über die Internetdatenbank einen Überblick über das gesamte Kursangebot der verschiedenen Partner, zum anderen können sie im Vor-Ort-Büro individuelle Beratung erfahren. Beiträge bezahlt der lernwillige Senior beim jeweiligen Anbieter seines Kurses, wobei fünf Prozent der Summe in die Kasse des Vereins fließen. Die Rhein-Erft-Akademie, die Präha-Gruppe, der Kreis-Sportbund, die Hochschule Fresenius, das Ausbildungszentrum der Bauindustrie - sie alle sind schon angeschlossen. Den Vorsitz hat der Landrat selbst übernommen. Und wenn es nach ihm geht, werden bis zum Start der Akademie noch weitere Mitglieder zu vermelden sein. Nun sind jedoch Zuschriften findiger Namensgeber gefragt. Dem Sieger des Wettbewerbs winkt ein 300-Euro-Gutschein für einen Kurs seiner Wahl. www.namenswettbewerb-seniorenakademie.de
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