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Der Landrat will mehr für die Bildung tun Der Landrat will mehr für die Bildung tun
Gründung einer Seniorenakademie und Förderung von Jugendlichen angekündigt

Kölner Stadt-Anzeiger vom 12./13.01.2008

Von Uwe Schindler

Rhein-Erft-Kreis/Pulheim - Als eines des wichtigsten Projekte der nahen Zukunft nannte Landrat Werner Stump in seiner Neujahrsansprache die Gründung einer "Senioren-Akademie Rhein-Erft" (Sare) mit Sitz in Kerpen. Es sei an der Zeit, "ein positives Leitbild des aktiven Alterns" zu entwickeln und das Potenzial älterer Menschen für die Gesellschaft zu nutzen. Ihre Lebenserfahrung sei gleichsam "der Kitt", der die Gesellschaft und die Generationen zusammenhalte, meinte Stump.

Diese Erkenntnis sei Ansatzpunkt für die Seniorenakademie, die im Rahmen der Regionale 2010 zusammen mit der Sporthochschule Köln, dem Präha-Bildungszentrum für Heilhilfsberufe in Kerpen-Horrem, der Europäischen Fachhochschule in Brühl, der Rhein-Erft-Akademie in Hürth, dem Berufsausbildungszentrum der NRW-Bauwirtschaft in Kerpen und der VHS Bergheim gegründet werden solle. Die Partner strebten zunächst den Aufbau eines Netzwerkes und danach die Gründung der Seniorenakademie mit Anbindung an die Hochschule an. Als Sitz sei das Berufsausbildungszentrum der Bauindustrie in Kerpen vorgesehen.

Ihm schwebe ein Kreis vor, der geistige Energien auch bei jungen Leuten freisetze, meinte Stump: "Wir müssen im Bereich der Bildung noch mehr tun." Immer mehr junge Leute verließen die Schule mit unzureichenden Abschlüssen oder gar ohne Abschluss. Neue Wege zu gehen versuchten der Kreis und die Agentur für Arbeit etwa mit dem Projekt "Potenzialcheck", bei dem jeder Schüler der Klasse 8 in einem standardisierten Verfahren getestet werde. So erfahre man mehr über Stärken und Schwächen der Schüler und deren Ursachen. Der Landrat wünscht sich für die schwächeren Schüler ein Ausbildungszentrum, in dem Jugendliche "fit gemacht werden für den Job". Er, Stump, verfolge zurzeit ein privatwirtschaftliches Betreibermodell.

Breiten Raum in der Ansprache des Landrates nahm erneut das Thema "Metropolregion Rheinland" ein. Es gelte, jetzt eine "Vision mit großer Inhaltlichkeit" für das südliche Rheinland zu entwickeln. Er rege an, umweltrelevante Themen - etwa Natur- und Landschaftsschutz, Gewässerschutz, Reinhaltung der Luft, aber auch Forschung und Entwicklung - zum Schwerpunkt der gemeinsamen Raumentwicklung zu machen. Stump: "Ein solcher Prozess würde ungeahnte Kräfte zusammenführen, die für den Wirtschaftsstandort "Metropolregion Rheinland", quasi als "Grüne Hauptstadt", national und international ein großes Ansehen bedeuten würden."

 

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