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Unser Lehrerteam
Ralf Notarius
Stellvertretender Schulleiter in Kerpen
Physiotherapeut
Osteopath D.O.M.R.O.
Bachelor of Physiotherapy, NL (» Abschlussarbeit zum Bachelor-Aufbaustudium)
Fachlehrer:
- Funktionelle Anatomie
- PT Chirurgie
- PT Innere, PT Technik
- PNF
- FBL
- Hydrotherapie
- Problemorientiertes Lernen (POL)
- Praktikumsbetreuung
Weiterbildungen:
- Osteopathie
- FBL
- PNF
- Manuelle Therapie
- MC Kenzie
- Mobilisation of the nervous system
- Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9000 ff
Abschlussarbeit zum Bachelor-Aufbaustudium Oktober 2007
Effektivität der osteopathischen Behandlung von Patienten mit chronischer Achilles-Tendinopathie Eine kontrollierte randomisierte Studie
Mechtild Hölscher & Ralf Notarius
Zusammenfassung
Studienziel:
Die Fragestellung dieser Studie war, ob osteopathische Behandlungen die Symptome von Patienten mit chronischer Achilles-Tendinopathie wirksam beeinflussen können.
Studiendesign:
Randomisierte klinische Interventionsstudie im Waiting-List-Design.
Setting:
Die Studie wurde in einer privaten osteopathischen Praxis von 2 fertig ausgebildeten Osteopathen durchgeführt. Die Rekrutierung erfolgte bei Allgemeinmedizinern, Orthopäden, Physiotherapeuten und Heilpraktikern.
Patienten:
Es wurden insgesamt 40 Patienten (17 männlich, 23 weiblich, Alter im Mittel 35 Jahre) mit einer durch den Arzt bzw. Heilpraktiker diagnostizierten Achilles-Tendinopathie in die Studie eingeschlossen. Die durchschnittliche Schmerzdauer vor Studienbeginn betrug 45 Monate. Die Randomisierung erfolgt zu gleichen Teilen in eine Behandlungs- bzw. unbehandelte Kontrollgruppe (Waiting-List). 2 Patientinnen mussten vorzeitig aus der Studie ausscheiden.
Intervention:
Die Behandlungsgruppe erhielt 3 osteopathische Behandlungen im Abstand von 2 Wochen. Die Patienten der unbehandelten Kontrollgruppe wurden nach ihrer sechswöchigen Wartezeit in gleicher Weise behandelt. Die osteopathische Behandlung erfolgte entsprechend den durch die osteopathische Untersuchung festgestellten Dysfunktionen.
Zielparameter:
Primärer Zielparameter war die Schmerzintensität, erfasst mittels einer Numerischen Schmerzskala NRS. Als weitere Indikatoren wurden die Fragebogen FFB-Mot (Erfassung des motorischen Funktionsstatus) sowie der SF-36, Erfassung der Lebensqualität eingesetzt.
Ergebnisse:
In direkten Vergleich der Behandlungs-/Kontrollgruppe ergab sich beim Parameter Schmerz eine hohe statistische Signifikanz zu Gunsten der Osteopathiegruppe (p<0.001, CI = 3.5/5.7). Auch die Werte der körperlichen Skalen des SF-36 verbesserten sich signifikant. Im zeitlichen Verlauf (Beginn/Ende) verbesserte sich in der Osteopathiegruppe die Schmerzintensität von 6.7 auf 2.2 auf der NRS (67 %, p<0.001, CI = -3.6/-5.5) im Gegensatz zur Kontrollgruppe, wo die Beschwerden weitgehend konstant blieben. Die gleiche Tendenz wiesen die körperlichen Skalen des SF-36 auf (Verbesserung körperliche Schmerzen 69 %). Der FFB-Mot dagegen blieb unverändert.
Schlussfolgerungen:
Die in dieser Studie vorgefundene deutliche positive Evidenz für die Wirksamkeit der Osteopathie als Behandlungsansatz für das Störungsbild der Achilles-Tendinopathien ist viel versprechend. Dieses Ergebnis sollte mit weiteren Studien zum Störungsbild untermauert werden, wobei auch die Nachhaltigkeit mittels Follow up untersucht werden müsste.
Lesen Sie dazu auch:
Bilder und Eindrücke vom Studienkongress Physiotherapie an der Hogeschool Zuyd in Heerlen am 17. Oktober 2007
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